Familiärer Brustkrebs

Wer sollte auf Risikogene getestet werden ?

Betroffene aus Familien mit (je aus einer Familienseite)*

  • mindestens 3 an Brustkrebs erkrankten Frauen unabh. vom Alter
  • mindestens 2 an Brustkrebs erkrankten Frauen, von denen 1 im Alter unter 50 Jahren (vor dem 51. Lebensjahr) erkrankt ist
  • mindestens 1 an Brust- und 1 an Eierstockkrebs erkrankten Frau
  • mindestens 1 an Brust- und Eierstockkrebs erkrankten Frau
  • mindestens 2 an Eierstockkrebs erkrankten Frauen
  • mindestens 1 an beidseitigem Brustkrebs erkrankten Frau mit einem Ersterkrankungsalter unter 50 J. (= vor dem 51. LJ).
  • mindestens 1 an Brustkrebs erkrankten Frau unter 35 J.
  • mindestens 1 an Brustkrebs erkrankten Mann und mindestens einem/einer weiteren Erkrankten an Brust-oder Eierstockkrebs

Weitere empfohlene Kriterien

  • eigene Erkrankung mit triple-negativem Mammakarzinom mit Erkrankungsalter ≤ 60 Jahre
  • eigene Erkrankung mit Ovarialkarzinom
  • bei therapeutischer Relevanz (e.g. PARPi)

© AGO e. V.in der DGGG e.V. sowie in der DKG e.V., Guidelines BreastVersion 2020.1D , UPDATE: 02.03.2020


Intensiviertes Früherkennungsprogramm

Früherkennungsprogramm bei BRCA-Mutation zum Nachweis früher Tumorstadien:

  • ÄrztlicheTastuntersuchung  Pat.   > = 25 Jahre    halbjährlich
  • Ultraschall                           Pat.   > = 25 Jahre     halbjährlich
  • Mammographie                   Pat.   > = 40 Jahre.   1-2 jährlich
  • Kernspintomographie          Pat.   > = 25 Jahre          jährlich

Das multimodale intensivierte Früherkennungsprogramm sollte im Rahmen einer transparenten Qualitätssicherung und entsprechender Evaluation erfolgen, z.B. im Zentrum für Familiären Brustkrebs der Charité Berlin